Das Ende der Illusionen Teil 2: Endspiel im Westen?

Die Niederlagenserie der Linken im Westen setzt sich fort. Die Parteiführung will die strukturellen Gründe, die dafür verantwortlich sind, nicht wahrhaben. Organisiert sich die Linke auch weiterhin als diffuses und richtungsloses Sammlungsbecken überkommener Anschauungen, wird auch eine neue Parteiführung an diesem Zustand nichts ändern. Mit Lafontaine an der Spitze würden sich die verkrusteten Strukturen in den Westverbänden nur verfestigen, die Abwärtsspirale würde sich mittelfristig nicht aufhalten lassen. Nur ein Strategiewechsel hin zur politisch kommunikativen sozial-ökologischen Kompetenzpartei kann zur Neuerfindung der Linken als Partner zur Überwindung konservativ-neoliberaler Dominanz führen. Dafür müsste sich die Partei neuen Milieus öffnen. Weiterlesen

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Linke auch im Osten im Sinkflug

Nach der Forschungsgruppe Wahlen hat nun auch Infratest-dimap Zahlen zur politischen Stimmung auf Bundesebene veröffentlicht. Die CDU kommt danach auf 33%, die SPD kann sich auf 30% verbessern, die Grünen werden bei 13% und die Piraten bei 11% gesehen. Die FDP und die Linke müssen nach dieser Umfrage mit jeweils nur 5% um den Wiedereinzug in den Bundestag kämpfen, wobei sich die FDP aus ihrem Tief bereits befreien konnte und die Linke ihren Abwärtstrend fortsetzt. Weiterlesen

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Rot-Grün mit Mehrheit in Niedersachsen, Linke klar unter 5%

Nach dem aktuellen NiedersachsenTREND des NDR könnte bei der Wahl im Januar nächsten Jahres ein Regierungswechsel in Hannover möglich sein. Die SPD unter ihrem Spitzenkandidaten Stephan Weil, dem derzeitigen Oberbürgermeister von Hannover, liegt mit 36% das erste Mal seit zehn Jahren wieder vor der CDU, die bei 32% gesehen wird und mit dem amtierenden Ministerpräsidenten McAllister als Spitzenkandidaten um die Fortsetzung der Schwarz-Gelben Koalition kämpfen will. Die FDP liegt allerdings nur noch bei 4% und fällt damit als Koalitionspartner aus. Die Grünen, als Wunschpartner der SPD, kommen auf 13%. Die Piraten dürften mit 8% auch in Niedersachsen den Einzug in ein weiteres Landesparlament schaffen. Die bisher im Landtag vertretene Linke liegt bei nur noch 3%, ein Verlust von über 50% seit der Wahl 2008, und schliesst sich damit dem Abwärtstrend in den westlichen Bundesländern an. Weiterlesen

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Kurs halten? Linke bundesweit bei 5%

Die Forschungsgruppe Wahlen sieht die Linke in der Sonntagsfrage zur Bundestagswahl bei aktuell nur noch 5%. Diesen Tiefstand erreichte die Partei zuletzt in der Umfrage vom 10. Juni 2005. Die Befragung endete am 15.5. und bildet somit auch schon den Trend nach der Niederlage in Nordrhein-Westfalen und erste Auswirkungen des danach offen ausgebrochenen Führungsstreites in der Linken ab.
(mb)

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Alternativen, die keine sind. Ein Ersetzungsantrag zum Abgewöhnen oder „Links würgt“!

Nein, mensch sollte sich nicht darauf einlassen hier unnötigerweise inhaltlich auf einen Antrag einzugehen, der im schönsten Vereinsdeutsch den völlig berechtigten Namen Ersetzungsantrag trägt. Dies liegt zum einen daran, dass eine nähere Beschäftigung wahrscheinlich zu einer Déjà-vu Kaskade mit hirnschädigenden Folgen führen könnte. Zum anderen sollte sich mensch vor Schadensersatzansprüchen des oder der Autoren dieser monströsen Aneinaderreihung von abgestandenen Reformerfloskeln absichern. Ein Kommentar sei jedoch erlaubt: Wenn diese Flickschusterei der Grund sein soll, warum mensch in Göttingen für einen Aufbruch der modernen Kräfte sein sollte, dann wird es langsam immer schwieriger gegen Lafontaine und Wagenknecht zu sein. Weiterlesen

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[Update] Vom Wahlkampf in den Machtkampf: Droht der Showdown in Göttingen?

Zumindest eine der Vorgängerorganisationen der Linken hat Erfahrung mit Parteitagen, die in schmerzhaften Prozessen Gewinner und Verlierer hinterlassen haben. Da wäre der Geraer Parteitag zu nennen, auf dem nach der Bundestagswahl 2002 gnadenlos mit Dietmar Bartsch abgerechnet wurde und damit ein Sündenbock durchs Parteidorf getrieben wurde, der diese Niederlage sicher nicht alleine zu verantworten hatte. Entgegen einer landläufigen Meinung, handelte es sich dabei aber nur zum geringsten Teil um einen Ost-West-Konflikt. Vielmehr hatten sich etliche ostdeutsche Delegierte hinter Gabi Zimmer versammelt, um sodann mit dem Politiker mit dem besseren Strippenzieherpotential einen absurden Machtdeal zu zelebrieren, der die Partei (PDS) auf Umfragewerte von 3 Prozent hatte sinken lassen. Genau diese Machtdeals wurden so rechtzeitig von Gabi Zimmer aufgekündigt, dass eine Rückführung der Partei in Verhältnisse notwendiger Handlungsfähigkeit wieder möglich wurde. Viele haben daher Zimmer in guter Erinnerung, weil die Entscheidung zum Tempodromparteitag viel persönlichen Mut und eine bemerkenswerte Hingabe zur Partei bedeutet hatte. Weiterlesen

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Linke fällt weiter im Bundestrend und wartet immer noch auf Oskar

In der aktuellen Sonntagsfrage von Forsa kommt die Linke nur noch auf bundesweit 6%, dies ist wieder ein Prozentpunkt weniger als noch in der Umfrage vor 6 Tagen. Die CDU liegt bei 35%, die SPD bei 26%, die Grünen bei 13%. Die schon bei den letzten beiden Landtagswahlen erfolgreiche FDP konnte sich verbessern und wird mit nun 5% knapp wieder im Bundestag gesehen, die Piraten kommen auf 12%. Die Umfrage endete allerdings schon am 11.5. und bildet somit noch nicht die Veränderungen nach der Wahl in Nordrhein-Westfalen ab.

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Nordrhein-Westfalen hat gewählt

In Nordrhein-Westfalen waren die rund 13,2 Millionen Wahlberechtigten dazu aufgerufen, über die Nachfolge der bisherigen Rot-Grünen Minderheitsregierung unter Hannelore Kraft zu entscheiden. Mit 59,6% lag die Wahlbeteiligung knapp über dem Niveau von 2010. Neuwahlen waren notwendig geworden, nachdem die Linke den eingebrachten Haushaltsentwurf nicht unterstützen wollte. Damit beendete sie die, auch aus ihrer Sicht, erfolgreiche Tolerierung einer SPD-geführten Minderheitsregierung durch eine linke Opposition im Landtag eines westdeutschen Bundeslandes.

Die Wahlen im bevölkerungsreichsten Bundesland gelten traditionell als Testwahlen für das Bundesgebiet. Hier wurden die Weichen für die Sozialliberale Koalition am Ende der 1960er- und die Rot-Grüne Regierung der 1990er-Jahre gestellt. Das Ergebnis der Wahl gilt für alle Parteien als wichtige Richtungsentscheidung vor der Bundestagswahl 2013 und könnte in der geplanten Urwahl des SPD-Spitzenkandidaten sogar zu einer Kandidatin Kraft führen. Für die Linke dürfte der innerparteiliche Streit zwischen den Flügeln um den in knapp 3 Wochen zu wählenden Parteivorstand und den künftigen Kurs der Partei zwischen Mitregierung und Fundamentalopposition neu aufbrechen. Der Spiegel berichtet angesichts einer erwarteten Kandidatur des saarländischen Fraktionsvorsitzenden Oskar Lafontaine bereits davon, dass die ostdeutschen Landesverbände sein wochenlanges Zögern als einen der Hauptgründe für das Scheitern bei den letzten Wahlen sehen und eine Kandidatur, zu der er laut dem Nachrichtenmagazin schon ein Personaltableau erarbeitet und weitere Bedingungen gestellt haben soll, zu einer Zerreissprobe für die Partei werden könnte. Weiterlesen

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Die Basis muss auf Oskar warten

Die Basis muss sich gedulden

Die Basis muss sich gedulden

Die für den 15. Mai in Hamburg geplante Regionalkonferenz der norddeutschen Landesverbände ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Eigentlich sollte sich am kommenden Dienstag die Basis aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen treffen, um über den knappe drei Wochen später stattfindenden Parteitag zu diskutieren und die Kandidaten für den Parteivorsitz kennenzulernen. Bislang ist nur die, gerade unter westlichen Verbänden umstrittene, Kandidatur des Schweriners Dietmar Bartsch bekannt. Dessen Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern war laut der ursprünglichen Einladung auch Veranstalter der geplanten Konferenz, taucht aber nun in der Terminankündigung nicht mehr auf. Weiterlesen

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Rot-Grün fest im Sattel, Linke erreicht Talsohle

In den aktuellen Umfragen für Baden-Württemberg und Rheinland Pfalz hat Forsa für die Rot-Grünen Regierungskoalitionen hohe Zustimmungswerte ermittelt. Die Stuttgarter Landesregierung unter dem grünen Ministerpräsident Kretschmann kann ihren Vorsprung sogar noch leicht ausbauen. Seine Partei würde, wären am kommenden Sonntag Wahlen, auf 28% (zur Wahl in 2011 waren es 24,2%) kommen, der Juniorpartner SPD auf 21% (23,1%). Die CDU liegt bei 37%, die FDP wäre mit 4% (5,3%) nicht mehr im Landtag vertreten, die Piraten könnten mit 6% in den Landtag einziehen. Weiterlesen

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